Live

30 October 2012

Dies wird NIE visuell dokumentiert sein und ich werde es NIE beweisen können

I C H A ß F R O S C H!
Und das kam so:
Ein stinknormaler Dienstagabend. Ich laufe die Straße runter, um mir ein Baguette zu kaufen. Laufe an dem Verkaufsstand vorbei, nur um des Spazier'n-geh'n-Willens und stoße auf einen Kollegen, der eine Woche unterwegs war.
"Hast du schon zu Abend gegessen?" - "Nein." - "Na dann komm mal mit..."
Ich folge. Vorbei an einem Grill, voll mit Muscheln und Seeigeln. Durch einen Gang, den ich bisher für einen Hauseingang hielt. Ein winziger Innenhof. Voll mit Bier und Gemüse und Schüsseln. Am hinteren Ende ist ein Brunnen. Die Küche gleich nebenan.
Es gibt Bier. Und Mangoscheiben mit Chili-Salz. Erdnüsse, in der Schale, nass, anders. Kong übernimmt die Bestellung, ich kann die Karte eh nicht lesen.
"Was gibt's hier?" - "Aal, Frosch, Schwein, Muschel, alles... Ißt du Fisch?" - "Klar!"
Es kommen mehr Leute. Mehr Bier. Mehr Essen: Muscheln und Lolligos vom Grill. Ich mache einen Fehler und tunke meinen, vor Tinte tropfenden Mini-Kalmar in die Fischsoße. "Nicht so schlimm." Anstoßen und alles wieder vergessen. Der Chef der Nachbarabteilung redet auf mich ein - ich verstehe kein Wort bei seinem schlechten Englisch - egal, lächeln und anstoßen, es geht wohl um Bier trinkende Deutsche.
Brot, gegrillter Fisch (Papageifisch), Minze, Schnecken, ein Teller mit viel Grünzeug, Soße und Erdnüssen. Ich probiere eins nach dem anderen. Bis ich einen Froschschenkel zwischen den Stäbchen habe.
Das hat Überwindung gekostet. Und schmeckt - nun ja, nach leckerer Soße mit Chili und Knoblauch. Lecker. Allerdings ist nicht viel dran. Und gewöhnen will ich mich nicht daran.
Kong sagt: "Als nächstes gehen wir mal Hund essen..." - War das 'ne Drohung?

29 October 2012

Lazy Sunday

Es gibt nicht viel zu erzählen. Wollte auf eigene Faust in der Bucht nördlich von Nha Trang schnorcheln, wurde aber von Gestank und Sicht von -2 cm abgeschreckt.
DAher folgendes:
Circa 1x pro Woche wird Nha Trang von Kreuzfahrtschiffen angelaufen, die direkt neben dem Institut ankern. Letzte Woche war es die Amsterdam aus Rotterdam. (Oder die Rotterdam aus Amsterdam!? Who knows). Menschenmassen strömen dann vom Hafen in die Stadt und werden von den lokalen Taxi- und Cyclofahrern so lange umgarnt (oder auch bedrängt, stellt euch die Schmeißfliegen und den Hundehaufen vor...), bis sie einsteigen und sich ihrem Schicksal hingeben. Ich erfreue mich jedesmal in Begleitung von 3-4 Vietnamesen das Spektakel erst bei einem Ca Phe zu beobachten und später mitten rein zu platzen, ohne abgeworben zu werden!

27 October 2012

spiel, satz und sieg

So geht es beim Tennis. Badminton jedoch gewinnt man einfach! Und das hab ich getan! Gegen den Hotelmanager. Der mir zuvor noch einen Preisnachlass gegeben hat, wenn ich länger als diesen 1 Monat bleibe ;-) Wat soll's.
Überall gibt es nämlich Felder auf Bürgersteigen, Parkplätzen und vor Hotelzimmern.
Das Foto ist zwar in Hanoi aufgenommen, aber die Szene findet man zeit- und raumunabhängig.

26 October 2012

Ich liebe es hier zu forschen! "Du kannst kommende Woche mit Hanh zur Ausfahrt geh'n. Am besten du besprichst mit ihr nochmal deine Sampling-stations."
................
"Äh, ja, wir fahren am Montag raus. Mein Betreuer muss das aber noch absegnen. Ich werde ihn am Sonntag fragen."
"Ok, dann bereite ich mal alles soweit vor, dass ich am Montag ab 7 Uhr morgens Proben holen könnte. Und hoffe auf eine Zusage am SONNTAG^^...."
So ist das hier. Da passiert ne Woche lang nichts und dann am Freitag alles auf einmal. TSE!
Die ham halt einfach die Ruhe weg ;-)
5 h später:
"Ach, ich hab meinen Betreuer gefragt. Kein Problem du kannst mit. Und wir fahren erst am 7.11. Das ist ein Mittwoch, habe mich vertan!"
NA DANN! Hätte nur fast nen Herzstillstand bekommen, weil ich fast nicht fertig geworden wäre!
Aber wer verliert denn gleich die Nerven!? Was!?

B&B


25 October 2012

Sprachlos

Gestern auf dem Markt: ein plötzlicher Platz-Monsun! In Windeseile werden Schirme herbei geschafft und die meisten Einkäufer können sich unterstellen. Und schon steht ein Großteil der Straße unter Wasser, sodass man mit Gummiestiefeln gut beraten wäre. Eine Frau kommt mit ihrem Fahrrad zu dem Schirm, unter den ich mich gerettet hab. Sie trägt einen bunt-gepunkteten Mundschutz (wie die meisten hier) und ihren Schlapphut tief in's Geschit gezogen. Es monsunt weiter. Nach 5 Minuten streckt sie den Arm unter dem Schirm hervor. Schaut mich an. Ich blicke fragend. Sie schaut in den Regen. Schaut mich an. Zuckt mit den Schultern, steigt auf ihr Rad und lacht: ("was solls, so schnell hört das nicht auf. Hab die Kinder zu Hause warten. Muss los. Tschüss und schönen Abend.")
Ich lache auch
noch lange.

23 October 2012

Die Wissenschaftlerin

Sie können einfach keine Fotos schießen

Aber lasst euch gesagt sein, ich hätte den Fischkopf mitsamt Augen haben können!

21 October 2012

Das Touristen-Dasein

Ein würdiges Ende für diesen Sonntag: Auf dem Motorrad geht es die Tran Phu gen Norden, die Brandung immer auf der rechten Schulter.
Thinh fährt und ich fotografiere die Müllabfuhr auf 2 Rädern.
Es geht zur Long Son Pagode, ein buddhistischer Tempel in der Mitte der Stadt. Als wir ankommen ist gerade Buddhadienst angesagt. Ich gebe mir den Gong.
Auf dem nächsten Foto hat man einen kleinen weißen Buddha versteckt ;-)

19 October 2012

Ananas zum Abendessen und die Sorgen sind vergessen

Es ist Freitag Abend.
Ein Reisebus steht vor der Rezeption und am Strand ist Kara Oke angesagt........Die Qualität lässt leider zu wünschen übrig!
Kopfhörer auf den Ohren - besser.
Ich bin zwar schon 4 Wochen im Land der verstopften Straßen, wenn der Bus allerdings über eine rote Ampel rollt und ein Motorrad in entgegengesetzter Fahrtrichtung um die Ecke brettert, während wir auf der gleichen Fahrbahn geradeaus fahren, kralle ich mich doch wieder in den Oberarm meines Sitznachbarn und rufe "Vorsicht!"- ups.
Inkognito geht anders.
Hier geht's zum Strand.

18 October 2012

Die Lösung für alle Problem

Wenn mal wieder alles anders kommt, als geplant und vieles umsonst war, einfach einmal den Strand hoch und runter rennen und dann in die Wellen springen!
Jetzt ist schon alles nicht mehr so schlimm...
Eine erste Ausfahrt war mäßig erfolgreich. Erst wollten sie uns ein Miniaturboot vermieten und dann sterben mir die blöden Seeigellarven einfach dahin. Und sowieso, schonmal in ne Planktonprobe in den Tropen geschaut!? Voll die Biodiversität!
Ich lerne: forschen heißt immer weiter modifizieren, es gibt kein Ende....

16 October 2012

I want to ride my bicylce!

Am Sonntag macht man ne Radtour! Aber Vorsicht! Die Vietnamesen sind keine Singapurianer und nehmen es mit den Gesetzen nicht so genau.
Was das heißen soll?
Geisterfahrer! bei Rot über die Ampel brettern! den Blick über die linke Schulter auslassen! Vorfahrtsregeln missachten!
Da weiß man gute Bremsen zu schätzen - schade, dass meine ziemlich abgenutzt sind...
Ein neues Abenteuer ist es jetzt also, das Gewirr an Straßen in Nha Trang auf 2 Rädern zu erkunden. Immerhin bin ich damit um einiges schneller. Bleibe aber weiterhin eine Attraktion. Womöglich jetzt sogar noch exponierter...

14 October 2012

Fischers Fritze fischt frische Fische

In einem ersten Gespräch mit meinen ZMT-Betreuer habe ich die Idee aufgebracht mit Kajak loszuziehen, um Bootskosten zu sparen. Da hatte er gelacht und gesagt, die Wellen seien erstens nicht zu unterschätzen und zweitens werde ich eh kein Kajak oder Kanu finden. Das hab ich ihm nicht geglaubt.
Jetzt, da ich vor Ort bin, habe ich festgestellt, dass erstens der Wind am Mittag auffrischt und kein Mensch auf die Idee käme mit dem, was hier als Paddelboot-Ersatz dient, raus zu fahren: Reisschüsseln halt ;-)

11 October 2012

My hotel, my institute, ....... my bike

Von meinem Hotel-Zimmer sind es ganze 5 Minuten zu Fuß in's National Institute of Oceanography (NIO). Um 6 schallt der Stadtwecker durch die Straßen Nha Trangs bis zu mir auf den kleinen Hügel. Ca Phe und Mango neben Hundertfüßlern.

Aus der Tür (Ventilator aus - check), zur Rezeption (man mag es nicht, wenn ich meinen Schlüssel mit mir rumtrage), vorbei an Jasmin, Bougainvillea, Hibiskus, Frangipani dem Nachtwächter guten Morgen sagen.
Und am Abend sage ich Erwin dem Gecko "Hallo". Ein Bild folgt, sobald er handzahm geworden ist und Pfötchen geben kann
Im Hotel wohnen hat viele Vorteile: Mein Bett wird gemacht. Wenn ich von der Arbeit komme ist geputzt. Jeden Tag frische Handtücher. Nachdem ich mir zum Geburtstag Blumen in's Glas gestellt hatte, bekomme ich das immer wieder "refilled" (is ja wie bei McD in USA)!
Ich bin übrigens der einzige Gast im Hotel...

09 October 2012

Erwischt

Die Polizei hielt mich an!
Ich wohne in einem Hotel ca. 4 km außerhalb des (touristen-gewöhnten) Stadtzentrums. Hierher verirrt sich kein Tourist; es sei denn, er sitzt im Taxi und fährt zu der riesigen Hotel- und Freizeitanlage hinter'm Hafen. Jedenfalls falle ich hier auf. Aber die Leute sind nett, fragen woher ich komme, oder wie's mir geht. Heute Abend ging ich - was schon sehr verdächtig ist, denn keiner geht hier es sei denn für sportliche Zwecke und dann sehr zackig in einem eigens dafür angelegten Park - auf einen Markt, auf dem ich wiederrum auffalle (und auf dem man scheinbar nur große Mengen einkaufen darf, nur 5 Bananen? Nein, das geht nicht). Da gibt es ALLES! Obst, Gemüse, Fisch von der Straße, Fleisch (@B: ich arbeite an einem Bild für dich!), Spielzeug, Hühner, Instantnudeln, Reis (natürlich), Plastikutensilien in allen Formen und Farben u.v.m. Ein Bild von der Ecke gibt es in "Durch den Monsuuun".
Jedenfalls war ich dann doch etwas beladener, als erwartet. Und ging durch die dunklen Straßen zurück zum ca. 1km entfernten Hotel. Dunkel heißt nicht unbelebt. Man lebt ja quasi auf der Straße. Sowieso hat jede/r 2. einen Mini-Stand, an dem Baguetts mit Inhalt (mal lecker, mal gewöhnungsbedürftig, mal abstoßend) verkauft werden. Ich werde weiterhin begutachtet und angequatscht, ständig von Radlern gegrüßt, nachgehamt und ungläubig zurück gelassen, weil ich wirklich nicht mit dem Motorrad fahren will! Da hupte schon wieder einer. Meine Ignoranz diesbezüglich hat zugenommen. Gehe also weiter. Das Auto scheint mich zu verfolgen - "was wollen die Deppen nur! Taxifahrer waren bisher nicht so penetrant." "Ma'am! How can we help you!?" Das war keine Frage, hab ich genau gehört. "I am just walking home." "Ah yes. But you have a lot to carry. Can we help!?" Wollen die mich heim kutschieren oder wat. Meinen Rucksack, und die paar Tüten schaffe ich schon noch allein. Und die Hälfte des Weges hatte ich ja eh schon hinter mir. "No thanks. I'm fine." Man glaubte mir nicht. Ich radel jeden Tach mindestens 10 km durch Bremen! Wat wollen die denn.
SMALLTALK! Where are you from? What's your name? Do you like Vietnam? How long do you stay? Oh 6 months! You are very strong. Can I have your number? Maybe we have ca phe somewhere? Can we drive you to your hotel?
Jaja, die Polizei, sind doch auch nur neugierige Typen. "Handy hab ich eh keins. Und nee danke, ich laufe!"

08 October 2012

Butterfahrt auf vietnamesisch

Die Vietnamesen feiern sich gerne selbst! Ich habe den Tag auf dem Wasser in einer vollbepackten Nussschale verbracht.
Mit Aquarienbesuch, Schnorcheln, Musikeinlage, "amazing floating bar", kollektivem Strand-chillen und Ariel dem Chilenen. das Konzept ist: Massenverarbeitung. Und das, mal wieder, in der NEBENSAISON. Dennoch: Hauptsache raus und Fische und Korallen und Seegurken sehn!

06 October 2012

Durch den Monsuuuun........

bin ich heute in unbekannte Ecken der Stadt gelaufen. Wenn die Vietnamesen dem Regen trotzen, kann ich das auch. Eigentlich wollte ich schnorcheln gehen, aber bei so starkem Regen, wird das Sediment aufgewirbelt und die Sicht erschwert. Also musste ich mich statt dessen nass regnen lassen. Habe die Straße für Schläuche und Hängematten gefunden. Die für Fleisch und Fisch, die für Schmuck und die für Gemüse und Obst. Je nach dem, was verkauft wird, ist normalerweise auch die Straße benannt. In Hanoi habe ich das im Extrem erlebt. Das "Old Quater" besteht aus 36 solcher Straßen. Ein riesiges ebenerdiges Einkaufscenter.

05 October 2012

Fish for lunch


Jetzt macht mir das mal nach: Fisch entgräten mit Stäbchen...!
Habe mich noch nicht getraut, meine Kamera in der "Kantine" auszupacken. So viel sei verraten: I'm deep in their culture! Zum Mittagessen zu gehen ist mein alltägliches Abenteuer ;-)

04 October 2012

Der 3. Oktober in Vietnam

Man bereite ein paar Blümscher, firsche Mango und Vientamesischen Ca Phe vor und gönne sich die Vorfreude auf's Auspacken!
Vielen Dank an D&D - Etwas das ich nicht gebrauchen kann!
Großartig!

Man bestelle eine Torte und teile mit so vielen Menschen, wie möglich! Resultat: Jetzt hab ich ne Menge Freude.

Sogar welche aus Schweden! Die mussten mich auch gleich zum Abendessen in der City mitnehmen.

Hab ich eigentlich schon mal gesagt, wie toll es hier ist!?
ES IST TOLL!
Die freundlichsten Menschen!
Und jetzt noch: VIELEN DANK FÜR ALLE GLÜCKWÜNSCHE!!!!!!!!!! Nicht zuletzt habt ihr alle ebigetragen, dass ich mich wirklich wohl und keineswegs allein oder einsam gefühlt habe! Ich habe mich riesigst gefreut!

02 October 2012

Ein Strandlauf zum Wocheneinkauf


Vom Hotel zum Supermarkt sind es ca. 4 km den Strand entlang.
Not too bad.
Außer, dass ich ordentlich in's Schwitzen kam. Und zu meinem riesigen Glück lief ich meinem Zug-Abteil-Partner Matt über'n Weg, der mich prompt auf ein Frühstück im 5-Sterne-Hotel einlud (stinkig, mit riesen-Rucksack und Wandersandalen bekleidet wie ich war...).
Ich habe mir die mini-Dumplings und mini-Bananen dennoch schmecken lassen ;-)