31 January 2013
30 January 2013
Wenn Vietnamesen feiern
Tet.
Das ist das Vietnamesische Neujahr. Hat einen Stellenwert wie etwa Weihnachten bei uns. Ein paar richtige Feiertage (8. bis 10. Februar, wenn ich das richtig verstanden habe) und dann nehmen die meisten noch eine Woche Urlaub.
Gestern jedenfalls bekomme ich um 17.15 Uhr einen Anruf von einem der Hotelmanager: "Komm sofort in's Hotel!"
'Oh nein' denk ich, was ist denn jetzt schon wieder passiert. Erst Schuhe geklaut, dann das Handy und jetzt? Mein Fahrrad? Meine Klamotten?...
"Warum'n?" frag ich. - "Wir laden dich ein. Feierei zum Jahresende. Komm. Sofort."
Um 17.30 Uhr steh ich, als einzige Weiße, im Restaurant, bekomme ein Bier in die Hand gedrückt und muss unbedingt mit jedem der wohl 70 Hotelangestellten anstoßen... Ohne Abendessen... Super... Und schon steh ich auf der Tanzfläche, während der Chef im Hintergrund schrill in's Mikrophon singt und der Bass gnadenlos übersteuert ist. Tanzen, Anstoßen ("Mot, hai, ba - JO!" = "1, 2, 3 - Prost!"), trinken, singen, zwischendurch ein Hühnerbein oder Klebereis-Kuchen........
Um 19 Uhr komme ich wieder dazu mich umzuschauen: der Saal ist fast leer. Also frag ich meinen Sitznachbarn, wo denn alle hin sind. Geht die Party wohl in ner Kneipe weiter? Immerhin sind ja jetzt schon alle in bester Laune.
"Die sind alle heim. Fertig-gefeiert."
'Aha. So feiern sie also, die Vietnamesen: kurz, schrill, heftig. Is klar, länger als 2 Stunden würde das sonst auch keiner durchhalten!"
Das ist das Vietnamesische Neujahr. Hat einen Stellenwert wie etwa Weihnachten bei uns. Ein paar richtige Feiertage (8. bis 10. Februar, wenn ich das richtig verstanden habe) und dann nehmen die meisten noch eine Woche Urlaub.
Gestern jedenfalls bekomme ich um 17.15 Uhr einen Anruf von einem der Hotelmanager: "Komm sofort in's Hotel!"
'Oh nein' denk ich, was ist denn jetzt schon wieder passiert. Erst Schuhe geklaut, dann das Handy und jetzt? Mein Fahrrad? Meine Klamotten?...
"Warum'n?" frag ich. - "Wir laden dich ein. Feierei zum Jahresende. Komm. Sofort."
Um 17.30 Uhr steh ich, als einzige Weiße, im Restaurant, bekomme ein Bier in die Hand gedrückt und muss unbedingt mit jedem der wohl 70 Hotelangestellten anstoßen... Ohne Abendessen... Super... Und schon steh ich auf der Tanzfläche, während der Chef im Hintergrund schrill in's Mikrophon singt und der Bass gnadenlos übersteuert ist. Tanzen, Anstoßen ("Mot, hai, ba - JO!" = "1, 2, 3 - Prost!"), trinken, singen, zwischendurch ein Hühnerbein oder Klebereis-Kuchen........
Um 19 Uhr komme ich wieder dazu mich umzuschauen: der Saal ist fast leer. Also frag ich meinen Sitznachbarn, wo denn alle hin sind. Geht die Party wohl in ner Kneipe weiter? Immerhin sind ja jetzt schon alle in bester Laune.
"Die sind alle heim. Fertig-gefeiert."
'Aha. So feiern sie also, die Vietnamesen: kurz, schrill, heftig. Is klar, länger als 2 Stunden würde das sonst auch keiner durchhalten!"
29 January 2013
Riff-check
Musste mich mal vergewissern, dass das Saumriff um die Insel Mun noch da ist. Es ist. Und sogar auch ein kleiner roter Anglerfisch.
Unterwegs war ich, neben Johanna, mit Software-Entwickler Rob aus den USA, Schülerin Serina aus China (die ihrer Mutter erzählt, dass sie Freunde besucht und dann alleine in Vietnam unterwegs ist und die Welt entdeckt), Eric, dem 23-jährigen Bio-Freak aus Taiwan, der ein halbes Jahr im Cat Tien Nationalpark (150km nördlich von Ho Chi Minh) Affen gehütet hat.
27 January 2013
26 January 2013
25 January 2013
24 January 2013
Johanna sagt
Karma ist fair.
Dementsprechend sollte der Typ, der gestern Abend mein Handy geklaut hat mindestens einen schlimmen Ausschlag bekommen. Vielleicht sogar Hämorriden oder sowas. Und weil's von den Vietnamesen genommen wurde, bekam ich von nem Vietnamesen freundlicherweise auch Ersatz zur Verfügung gestellt! Ausgleichende Gerechtigkeit!?
Also, ich hätte gerne Nummern Freunde!
Danke!
Adios!
Dementsprechend sollte der Typ, der gestern Abend mein Handy geklaut hat mindestens einen schlimmen Ausschlag bekommen. Vielleicht sogar Hämorriden oder sowas. Und weil's von den Vietnamesen genommen wurde, bekam ich von nem Vietnamesen freundlicherweise auch Ersatz zur Verfügung gestellt! Ausgleichende Gerechtigkeit!?
Also, ich hätte gerne Nummern Freunde!
Danke!
Adios!
23 January 2013
Lebend
Lebendproben unterm Bino zu haben ist noch schöner. Polychaeten (Würmer) mit riesigen roten Augen schlängeln sich durch's Bild. Kopepoden (Krebse) kann man beim Verdauen zuschauen. Einer liegt da, wie tot, aber bei Nadelkontakt schreckt er auf - hat nur geschlafen und ist noch am Leben. Glockentierchen filtern. Eine Muschel kann man beim Herz Klopfen beobachten. UND DANN schwimmt eine Seegurken-Vorstufen-Larve ins Bild. Toll. Wunderschön.
Abends gibt's Sushi mit Johanna (Österreicherin, die in Holland/Paris/Montepellier studiert und hier einen 3-wöchigen Feldaufenthalt absolviert) und Hanh. Oder Ban Canh (Fischsuppe) Die, die am Leben sind spielen auch gerne mit dem Feuer: und tanzen:
Abends gibt's Sushi mit Johanna (Österreicherin, die in Holland/Paris/Montepellier studiert und hier einen 3-wöchigen Feldaufenthalt absolviert) und Hanh. Oder Ban Canh (Fischsuppe) Die, die am Leben sind spielen auch gerne mit dem Feuer: und tanzen:
21 January 2013
Sonne für die Daheimgebliebenen
Irgendwann ist der Winter vorbei. Und dann wird's auch wieder warm. Und dann kommen in Vietnam auch wieder die Seeigel-Larven aus ihren Eiern geschlüpft. Hoffentlich. Vielleicht sind auch einfach alle Seeigel aufgegessen. Vielleicht hat es sich ausch rumgesprochen, dass ich eine groß-angelegte Volkszählung durchführe und die Seeigel sind recht anti-Daten-Veröffentlichung eingestellt. Da kann man sich nur fragen: "Was würde Stephenen Hawking tun?"
20 January 2013
Fortsetzung
Vietnamstyle ist...
Lockenwickler als Haarspangen-Ersatz.
vor Fröschen, Hunden, Quallen keinen Halt machen.
an einem 8-h-Arbeitstag 4 Stunden zu arbeiten.
Winterjacken tragen.
als junge Frau jeden Zentimeter Haut zu bedecken, solange frau der Sonne ausgesetzt ist - weiß ist in.
Ausländerinnen "Madame" hinterher rufen.
im Bus Buch über jeden Fahrgast führen - wer ist wann wo ein- und ausgestiegen.
Lockenwickler als Haarspangen-Ersatz.
vor Fröschen, Hunden, Quallen keinen Halt machen.
an einem 8-h-Arbeitstag 4 Stunden zu arbeiten.
Winterjacken tragen.
als junge Frau jeden Zentimeter Haut zu bedecken, solange frau der Sonne ausgesetzt ist - weiß ist in.
Ausländerinnen "Madame" hinterher rufen.
im Bus Buch über jeden Fahrgast führen - wer ist wann wo ein- und ausgestiegen.
17 January 2013
16 January 2013
irgendwas ist anders
es ist nicht mehr schwül. Gerade einmal 80% Luftfeuchtigkeit. Sehr angenehm kann ich nur sagen. Und bei 24°C hab ich auch ab und zu mal ein Jäckchen an.
Gestern erste Sichtung der Asiatischen Grünen Lippmuschel, Perna viridis, für auf den Grill zu werfen! Juchu! Zwar schon halb-tot, aber immerhin. Bisher nur von dem Neobionten gelesen, der sich wahnsinnig schnell in allen tropischen und subtropischen Meeren ausgebreitet hat. Heute Ausfahrt: windig und wellig. Mein Kollege kommt um Seekrankheit nicht drum rum. Und die Bootsleute werden immer besser beim Handling des wissenschaftlichen Equipments. Bald kann ich einfach nur noch Aufträge erteilen. Leider war die Ausbeute unbefriedigend, keine Seeigel-Larven im Netz. Ich brauche Köder oder sowas!
Gestern erste Sichtung der Asiatischen Grünen Lippmuschel, Perna viridis, für auf den Grill zu werfen! Juchu! Zwar schon halb-tot, aber immerhin. Bisher nur von dem Neobionten gelesen, der sich wahnsinnig schnell in allen tropischen und subtropischen Meeren ausgebreitet hat. Heute Ausfahrt: windig und wellig. Mein Kollege kommt um Seekrankheit nicht drum rum. Und die Bootsleute werden immer besser beim Handling des wissenschaftlichen Equipments. Bald kann ich einfach nur noch Aufträge erteilen. Leider war die Ausbeute unbefriedigend, keine Seeigel-Larven im Netz. Ich brauche Köder oder sowas!
15 January 2013
13 January 2013
Arbeiten am Sonntag
wenn schon, denn schon, oder!?
Ich bin scheinbar genau zum richtigen Zeitpunkt aus Nha Trang abgereist. Hier hat über Weihnachten und Silvester der Sturm gewütet und ich habe in der letzten Woche noch die Ausläufer erlebt. Der Nord-Ost-Monsun hat scheinbar gerade seinen Höhepunkt erreicht und drängt alle tropischen Stürme, die von den Philippinen gen Westen wandern, vehement nach Süden ab. Mein Betreuer prognostiziert, dass das der letzte große Sturm für dieses Mal gewesen sei. Hoffentlich. Ich hab ja noch ein paar Ausfahrten und Forschungsfragen vor mir.
12 January 2013
11 January 2013
The only solution to pollution is dilution
der Chemie-Prof wusste es halt schon immer besser. Und gestern vernahm ich es aus dem Mund einer französischen Gastwissenschaftlerin. Sie startet ein Experiment mit Korallen und Antibiotika-Treatment. Als ich nach den Hintergrundwerten fragte, sagte sie, das sei schwer zu messen, weil ja alles gleich so stark verdünnt würde... Wat soll man denn da noch sagen!?
Jaja, is klar, die Dosis macht das Gift, und für so nen Korallenpolyp könnten schon Nano-Spuren ausreichen. ABER trotzdem.
Jaja, is klar, die Dosis macht das Gift, und für so nen Korallenpolyp könnten schon Nano-Spuren ausreichen. ABER trotzdem.
10 January 2013
09 January 2013
Vietnamstyle ist
wenn man zu 5. aufm Roller sitzt.
Zehensocken in die FlipFlops zu ziehen.
nach dem Essen Zähne zu stochern.
links blinken und nach rechts zu fahren.
für Knete alles zu tun.
ja-sagen, lächeln und doch nix kapiern.
IMMER erreichbar sein.
...........to be continued.
Zehensocken in die FlipFlops zu ziehen.
nach dem Essen Zähne zu stochern.
links blinken und nach rechts zu fahren.
für Knete alles zu tun.
ja-sagen, lächeln und doch nix kapiern.
IMMER erreichbar sein.
...........to be continued.
08 January 2013
Auf der Nordhalbkugel
ist es ja bekanntermaßen Winter, gerade. Und da Vietnam so unglaublich lang-gestreckt ist, wird es im Norden, bei ca. 20°N auch mal empfindlich (?) kalt. Hat es mehrere Tage unter 10°C, so gibt's Kältefrei. Warmduscher kann ich da nur sagen!
Am dritten verregneten Tag bleibt mir nur, meine Urlaubsfotos durchzublättern, um ein bisschen Sonnenschein zu Gesicht zu bekommen:
Am dritten verregneten Tag bleibt mir nur, meine Urlaubsfotos durchzublättern, um ein bisschen Sonnenschein zu Gesicht zu bekommen:
07 January 2013
Delpfine
Dank meines Super-Fernglases konnten wir von der Terasse aus, ohne die Kaffeetasse im Stich zu lassen erkennen, dass es sich bei den Massen von Delfinen wohl um Spinner Dolphins und Melon-Head Wales handelte. Die Spinner spinnten nämlich und die Melon-Head Wales.... tja, äh, sie schwammen in ihrer typischen Formation, aufgereiht wie an der Perlenkette.
06 January 2013
Urlaub im Korallengarten
Weil 24 Stunden vor'm Flug nicht mehr getaucht wird ging es halt schnorcheln.
Larissa, Frank und Indi Jo:
im Korallenrausch:
Am Flughafen in Ambon war die Hölle los, für 8 Uhr Morgens sind ca. 5 Flüge auf dem Plan, es gibt jedoch nur eine Rollbahn. Ich hatte Glück und wurde in die falsche Maschine gesteckt, sodass ich nicht in Makassar zwischenlanden musste! Im Flieger wurde jedoch 2 Stunden lang alle 15 Minuten die CD wiederholt.
Schonmal ne Schlangenfrucht gesehn!?
Schonmal ne Schlangenfrucht gesehn!?
04 January 2013
03 January 2013
Stalking Frogs
Die Schwimmhäute wachsen wieder. Die Kiemen fehlen noch, in der Zwischenzeit schlucke ich weiterhin Druckluft, um Frogfischen, riesigen Seepferden, roten Krokodilsaalen, Rhinopias, gelben Mini-Boxfischen und meter-langen Hornhechten nachzustellen! Gestern habe ich den ungeduldigen und unzufriedenen Ludovic durch die Unterwasserwelt geschleift, heute ist Tauchen mit Frank und Larissa angesagt. In den Oberflächenpausen gibt es Delfinshow.
01 January 2013
Am Ende des Regenbogens
Urlaub in Ambon mit Kathi, Micha, Raffa, Tuta und den andern Vögeln war die beste Entscheidung! Ich komme zum Tauchen und die Artenliste vervollständigen: Seepferd, Seenadeln, Frogfish, Schaukelfisch, Langusten-Babys, Seefeder, Steinfisch, winzigste Flötenfische, Mandarinenfische, Miniatur-Krebse..........
Und wenn nicht getaucht wird, dann machen wir Ananas-Shakes, spielen Poi, streichen Zäune und bestaunen Sonnenuntergänge, den Mond und das Ende vom Regenbogen
Und wenn nicht getaucht wird, dann machen wir Ananas-Shakes, spielen Poi, streichen Zäune und bestaunen Sonnenuntergänge, den Mond und das Ende vom Regenbogen

